Da bin ich

Morgens wache ich auf und bin da.

Bin genauso da, wie ich auch ins Leben gekommen bin.

Bin einfach da.

Habe nicht entschieden hier zu sein, habe aber auch nichts dagegen.

Manchmal schon.

Oder frage mich zumindest, was das soll?

Kann dann erkennen, dass ich nicht der Fragende bin. Oder die Frage.

Kann erkennen, dass die Sehnsucht nach Erkenntnis auch da ist.

Der Wunsch zu verstehen, zu be-greifen, Kontrolle.

Wer möchte verstehen?

Bin wirklich ich echt, der ich verstehen möchte?

Ich kann sehen, dass da der Wunsch ist. Wer bin dann ich, der Beobachter?

Pause. Schauen.

 

Selbsterforschung wirken lassen. Auf die Stille nach der Frage achten. Woher kommt die nächste Frage? Worin genau, taucht sie auf?

Wer genau kann die Frage aufkommen sehen? Wer kann diese Frage hier aufkommen sehen? Wer kann sehen, sie lesen? Wer versucht sie zu beantworten?

Wer hofft auf Verständnis in Worten oder als Konzept, nachdem die Frage beatwortet wurde? Wer ahnt, das es keine Antwort gibt?

 

Irgendwie bin ich da. Ich weiß es nicht, ist das Wissen? Ich weiß, das ich bin? Irgendwie bin ich. Ich erkenne mich als da seiend, als Wunder und auch als “warum nicht?”.

Wenn ich schonmal da bin.

Irgendwann werde ich wohl auch wieder nicht sein. Glaube ich, oder weiß ich?

Andere wie ich scheinen auch wieder nicht zu sein.

Ich bin hier, Du bist da. Wenn Du liest, bist Du bei Dir und ich bei mir. Und ich bin hier als Du von Dir aus. Beide, wir sind da. Beide, sind wir da.

Relativität ist eben ein Geschenk.

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